Das Ancien Regime

 

Die zerfallenen ernestinischen Herzogtümer waren zeitweise in bis zu zehn Einzelstaaten aufgespalten, davon hatte im 17. Jahrhundert Sachsen-Gotha (mit Ernst dem Frommen), im 18. Jahrhundert Sachsen-Weimar-Eisenach die Vorherrschaft.

 

Noch im 18. Jahrhundert wurde Thüringen als ein Teil Sachsens aufgefasst.

 

Um 1800 wurde Weimar durch Herzogin Anna Amalie, Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach und Herzog Karl August (Sachsen) ein Zentrum der deutschen Kultur, hier wirkten Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Etwa gleichzeitig entwickelte sich das benachbarte Jena mit Ludwig Tieck, den Brüdern Schlegel und vielen anderen zur Keimzelle der deutschen Romantik.

 

Der Reichsdeputationshauptschluss hob 1803 die geistlichen Fürstentümer und fast alle Reichsstädte in Deutschland auf. Dies betraf in Thüringen die kurmainzischen Gebiete Erfurt und Eichsfeld sowie die freien Reichsstädte Nordhausen und Mühlhausen. Die kleinen Fürstentümer der Ernestiner, der Reußen und der Schwarzburger blieben hingegen erhalten. Sachsen-Weimar-Eisenach wurde von Napoléon Bonaparte zum Großherzogtum ernannt.

 

1806 siegte Napoleon in der Schlacht bei Jena und Auerstedt über das Königreich Preußen.

 

 

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